Bläserquintett „Quintetto con gusto“
Das Bläserquintett “Quintetto con gusto” ist
eine Neugründung des Jahres 2009. Die Mitglieder - Bettina Finke, Querflöte,
Stefanie Bloch, Oboe,
Ulrike Gerlach, Klarinette, Christa Enseling-Korkusuz, Horn sowie Arndt
Winkelmann, Fagott - sind neben ihren vielfältigen solistischen und
kammermusikalischen Aktivitäten Instrumentallehrerinnen, bzw. Instrumentallehrer
an verschiedenen Musikschulen in Münster und des westlichen Münsterlands.
Unser Anliegen ist es, Programme zu entwickeln, die nicht nur abwechslungsreich und dadurch für eine große Zahl von Hörern geeignet sind, sondern die eine „Linie“ enthalten, welche – bar jeder Beliebigkeit – ein Konzert zu einem Punkt und von diesem wieder weg führen, selbst wenn die Linie in Worten schwierig zu beschreiben sein mag. Dazu blicken wir auch gerne über den Tellerrand der Originalkompositionen hinaus auf für Bläserquintett arrangierte Werke.
Das erste Stück für Bläserquintett, das Divertimento mit dem St.-Antoni-Choral von Joseph Haydn ist mit Sicherheit nicht für Bläserquintett und möglicherweise nicht von Joseph Haydn geschrieben worden, aber seine klare Form, seine schönen Melodien und sein Charme machen es bis heute zum beliebtesten Werk für Bläserquintett.
Das Divertimento Nr. 2 op. 18 des Erfurter Flötisten und Komponisten Kurt Kunert ist unsere vielleicht schönste Entdeckung. Es scheint, als habe sich jemand zum Ziel gesetzt, beliebte romantische Melodien auf ihre Entwicklungsmöglichkeiten hin zu untersuchen und sie weiterzuspinnen; so beginnt etwa der Kopfsatz mit dem „Bruder Jakob“-Motiv in Moll aus Mahlers erster Sinfonie und entwickelt daraus ein Fugato, und in dieser Art geht es in den folgenden Sätzen - inspiriert von Brahms und Mahler - dann weiter...
„La cheminée du Roi René“ von Darius Milhaud wurde vom Komponisten selbst aus seiner Musik für einen Episodenfilm – wobei Milhaud sich für die Vertonung derjenigen Episode entschieden hatte, die im Mittelalter spielt - zusammengestellt und für Bläserquintett gesetzt. In dem zwischen Mittelalter und gemäßigter Moderne entstehenden Farbenspiel liegen der Reiz und die lyrische Anmut dieser Suite, aus der wir eine Auswahl spielen werden.
Nach der Pause bringen die „Alt-Ungarischen Tänze aus dem 17. Jahrhundert“ von Ferenc Farkas sehr frischen, fast feurigen Wind in den Konzertsaal.
Das op. 71 ist von Beethoven zwar ursprünglich für ein Bläsersextett geschrieben worden, aber Bläsersextette finden sich bedauerlicher Weise erheblich seltener zu gemeinsamer Konzerttätigkeit zusammen als Bläserquintette, und so können wir mit der Bearbeitung dieses Werks einen Leckerbissen darbieten, der ansonsten viel seltener, jedenfalls zu selten dargeboten würde.
Die „Trois pièces brèves“ sind von Jacques Ibert original für Bläserquintett komponiert worden; die Heiterkeit und Vitalität dieser Stücke erscheinen uns ideal, um – gerne auch nach einigen Zugaben – Abschied zu nehmen von einem Ort, den wir inzwischen vielleicht bereits lieb gewonnen haben werden...

Karten (Erwachsene 12 Euro,
Schüler und Studenten 8 Euro) sind im Vorverkauf ca. 14 Tage vor dem Konzert in
der Buchhandlung Peetz, PW
Hausberge, Am Marktbrunnen, in der Buchhandlung Otto in Minden, Großer Domhof 9
sowie an der Abendkasse erhältlich.